Georg
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Gipfelbuch

Grächen

Moiry

Zinal

Turtmanntal

Mauvoisin

Die Berge geben mir viel. Weil es so anstrengend ist, nach oben zu kommen, bleibt es so stark im Bewusstsein. 
Mit dem Glück ist es so wie mit dem Abstieg. Leicht und schnell ist man wieder unten, vergessen.
Es ist egal, welchen Berg man besteigt, oben wird man immer weiter sehen.
Eigentlich ist der Berg nur ein nominelles Ziel. Was zählt, sind die Stunden, Minuten, Sekunden, wie man sie verbringt.
(Nach Reinhard Karl)

 

 

Nach der Sturm-und-Drang-Zeit, wo ich möglichst auf vielen hohen Gipfeln stehen wollte, sind mittlerweile die 4000er kein Ziel mehr für mich. Ich liebe es, einige Wochen mit meinem Bus in der "Wildnis" die Freiheit zu genießen: weitgehend selbstbestimmtes Leben, nur das Wetter und die Notwendigkeit, ab und an die Nahrungsvorräte aufzufüllen, bestimmen mit.

Manchmal hat mich eins meiner mittlerweile erwachsenen Kinder begleitet, manchmal auch meine Frau, die leider immer nur 14 Tage Urlaub am Stück haben kann. Aber das soll sich in absehbarer Zeit ändern, wenn sie in Rente geht.

Ich genieße die Wanderungen in Moiry, im Turtmanntal, in Mauvoisin oder in Grächen. Ich liebe es, stundenlang auf einem Gipfel zu sitzen, genieße die Weite, Ruhe und Einsamkeit. Es muss aber gar nicht immer ein Gipfel sein. Auch ein beschauliches Fleckchen abseits der Wege ist wunderbar. Ich kann dort ebenfalls stundenlang liegen und genießen.

Die Berge geben mir wieder Kraft für meinen Beruf, tanken die so notwendige Kreativität auf und oft fallen mir hier auch gute Ideen für meine Arbeit mit den Kindern in der Grundschule ein. Regentage (oder auch Schneetage - was immer öfter im August vorkommt) stören mich kaum, denn dann kann ich in Bücherwelten versinken.

Ich hoffe, das kann noch einige Zeit so weitergehen. Allerdings wird sich irgendwann in nicht so ferner Zukunft die Frage stellen, ob mein treuester Begleiter auf diesen Unternehmungen, der blaue Bus, noch lange durchhält. Er wurde 1988 "geboren", hat schon zwei neue Herzen bekommen und läuft hoffenlich noch einige Jahre. Danach muss ich sehen...

Gern würde ich noch einmal auf's große Bigerhorn gehen und das Üsser Barrhorn besteigen, das Barrhorn am liebsten mit David, weil ich mich vor der Kletterstelle etwas fürchte. Vielleicht versuche ich es aber auch mal allein ....

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